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Stand: Montag, 27. Juni 2022 um 14:00 Uhr
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Neunte Klassen besuchen das KZ Flossenbürg

Nationalsozialismus in unserer Heimat

Dienstag, der 28. September 2021, stand für die Klasse 9A ganz im Zeichen der NS-Zeit.

Nach einem Workshop am Vormittag mit Herrn Stefan Troidl und Herrn Armin Karwath, fuhr die Klasse um 11.00 Uhr ins KZ nach Flossenbürg.

Dort stand zunächst eine Mittagspause auf dem Programm. Im Café, das unter anderem von Mitarbeitern aus dem HPZ Irchenrieth betrieben wird, konnten sich Schüler/innen und Lehrerinnen eine Stärkung holen.

 

Anschließend teilte sich die Klasse in zwei Gruppen auf, die eine wurde von Klassenlehrerin Frau Gößl und die andere von Förderlehrerin Doris Pensky begleitet.

Es folgte ein spannender Rundgang durch das Gelände und durch das Gebäude, in dem damals die neuen Häftlinge „entseucht" wurden.

Die Erzählungen über die würdelose Behandlung der Gefangenen sorgte für bedrückte Gesichter und Ungläubigkeit.  Im Gebäude konnte auch eine Ausstellung besichtigt werden, in der es Originaldokumente aus der damaligen Zeit zu sehen gab. Auf der „Galerie" gab es Familienfotos aus den glücklichen Zeiten der Gefangenen zu sehen. Dies hat man bei Einrichtung der Gedenkstätte so entschieden, damit die Besucher begreifen, dass es sich bei den Opfern und ihren Familien um Menschen wie du und ich handelte. Auch bei den Schülern hinterließen diese Fotos einen besonderen Eindruck.

 

Im zweiten Teil der Führung ging es auf das Gelände. Die beiden Gruppen hatten nicht exakt dieselbe Führung und deshalb auch unterschiedliche Schwerpunkte. Aber es konnten nachgebaute Zellen im Gefängnistrakt besichtigt werden, wo auch Dietrich Bonhoeffer inhaftiert war. Dort im Hof wurde er kurz vor der Befreiung erschossen.

 

Der Weg führte weiter zum Krematorium, wo man zeitweise so viele Leichen zu verbrennen hatte, dass der Ofen nicht ausreichte. Da errichtete man kurzerhand Scheiterhaufen, auf denen die Menschen dann verbrannt wurde. Die Asche, die man im Umfeld verteilt hatte, wurde später von den Amerikanern wieder zusammengetragen und zu einer Gedenkpyramide aufgeschichtet.

Außerdem finden sich in diesem „Tal des Todes", das grotesker Weise idyllisch gelegen ist, viele Gedenksteine der Länder, aus denen die Gefangenen stammten, mit der Länderflagge und der Anzahl der gezählten Toten aus dem entsprechenden Land darauf.

 

Vorbei an der erst nach dieser gottlosen Zeit errichteten Kirche und der jüdischen Gedenkstätte, in der die Angehörigen der Opfer für ihre Verstorbenen beten können, ging es zurück zum Verwaltungsgebäude, wo die Führung beendet wurde.

 

Exakt eine Woche später besuchte auch die Klasse 9B-M mit ihrem Klassenlehrer Thomas Brandl und den beiden Begleitpersonen Elisabeth Frisch und Eva Szymanek die Gedenkstätte Flossenbürg. Die Klasse absolvierte dasselbe Programm.

 

 

 

 




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